Sekundentod am Gjaidstein im Dachsteingebiet

Hallstatt. Auf einer Tour vom Hunerkogel (2.700 m) zur Simonyhütte (2.200 m) brach ein deutscher Bergsteiger im Bereich des Gjaidkars auf rund 2.100 m zusammen und blieb bewusstlos liegen. Seine Frau setzte einen Notruf ab und begann mit Reanimationsmaßnahmen. Ein zufällig auf der Simonyhütte anwesender Arzt eilte zum Unfallort und setzte mit einem Mitarbeiter der Hütte die Reanimation bis zum Eintreffen der Bergrettung fort. Leider blieben alle Wiederbelebungsversuche vergebens.

Obwohl die Wetterverhältnisse nicht optimal waren, beschloss das Paar von der Bergstation der Dachsteinsüdwandbahn am Hunerkogel die Wanderung über das Gjaidkar zur Simonyhütte zu gehen. Um ca. 17.00 Uhr meldete sich der Mann noch einmal bei der Hüttenwirtin und gab an, dass sie auf Grund der schlechten Sicht verspätet auf der Hütte eintreffen werden. Kurz darauf ist der Alpinist im felsigen Gelände zusammengebrochen und bewusstlos liegen geblieben. Seine Frau setzte einen Notruf ab und begann mit der Reanimation. Ein Hubschrauberflug war wegen der Wettersituation nicht möglich. Ein zufällig auf der Hütte anwesender Arzt eilte mit einem Mitarbeiter der Simonyhütte zum Unfallort und setzte die Wiederbelebungsversuche fort. Zwischenzeitlich stieg die Bergrettung mit 9 Männern und Frauen und einem Alpinpolizisten auf. Auch der Defibrillator der Bergrettung konnte dem Mann das Leben nicht mehr retten.
Die Bergung des Verstorbenen gestaltete sich bei schlechter Sicht und Dunkelheit schwierig und musste gegen 22.30 Uhr abgebrochen werden. Die Frau des Verstorbenen konnte in Begleitung der Bergrettung aus eigener Kraft die Schutzhütte erreichen. In den Vormittagsstunden soll die weitere Bergung durch einen Hubschrauber des Innenministeriums erfolgen.

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