Im Schnee stecken geblieben

Zwei junge Tschechinnen starteten am 3. April 2026 gegen 12:00 Uhr mittags von Hallstatt und beabsichtigten, zu Fuß über eine Forststraße nach Gosau zu gelangen. Davor hatte es mehrere Tage fast durchgehend geschneit. Bereits auf etwa 870 m Seehöhe war die Straße nicht mehr geräumt, und die Schwierigkeiten durch den Schnee nahmen rasch zu. Die beiden Frauen kämpften sich im teilweise knietiefen Schnee bergwärts voran.

Gegen 16:25 Uhr waren sie schließlich am Ende ihrer Kräfte und setzten auf etwa 1210 m Seehöhe einen Notruf ab. Zuvor hatten sie zwei Kehren der Forststraße durch steiles Waldgelände abgekürzt und sich dabei völlig verausgabt. Die Lage war zunächst unklar, zudem gestaltete sich die Kommunikation aufgrund der sehr schlechten Mobilfunkverbindung schwierig.

In weiterer Folge wurde der Bergrettungsdienst Hallstatt alarmiert. Ein Alpinpolizist stieg umgehend mit Schneeschuhen zum vermuteten Einsatzort auf und folgte dabei rund eine Stunde lang den einzigen vorhandenen Spuren im tiefen Schnee. Gegen 18:15 Uhr konnten die beiden leicht verängstigten Frauen knapp unterhalb der Forststraße im weglosen Waldgelände lokalisiert werden. Mit beruhigendem Zuspruch gelang es, den Rückweg anzutreten, bis wenig später auf den nachrückenden Bergrettungsdienst getroffen wurde.

www.orf.at/

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